Kunstforum Sommerwerkstatt Villa Luce in der Galerie K

Sein 25-jähriges Bestehen feierte das Kunstforum Sommerwerkstatt Villa Luce am Freitag, den 4. Mai 2018 ab 19 Uhr mit der Eröffnung der Ausstellung „Der Künstler sucht die Welt, die nur in ihm wohnt…“ in der Galerie K. Die Eröffnung fand passend zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt und lockte bei sommerlichen Temperaturen ca. 60 Besucher ins Foyer des Eschborn K. Die interessierten Besucher, darunter auch Bürgermeister Mathias Geiger, Erster Stadtrat Thomas Ebert und Stadtverordnetenvorsteher Reinhard Birkert, nutzten die Gelegenheit, bei einem Glas Sekt die fröhlich bunten Kunstwerke zu betrachten und mit den ausstellenden Künstlern ins Gespräch zu kommen.

  • Galerie K: Neue Ausstellung bis 17. September 2018!

Für die Ausstellung wurde jedoch nicht nur das Foyer genutzt, sondern auch der Außenbereich wurde liebevoll gestaltet. Bereits in der Einfahrt zum Eschborn K begrüßte eine bunte Kuh aus Gips mit umhängender Glocke die Besucher und im Hof vor dem Gebäude gab es weitere kreative Kunstobjekte aus Gips und Fliesenmosaik zu entdecken, die entweder entlang des Wegs aufgestellt oder auf Tischen und Stelen präsentiert wurden. Gearbeitet wurde für die Objekte sowohl mit Hammer, Feile und Säge als auch mit Farbe und Pinsel.

Das Kunstforum Sommerwerkstatt Villa Luce ist ein 1994 entstandenes Projekt mehrerer Bewohnerinnen und Bewohner des Eschborner Wohnheimes Villa Luce, die im Sommer den Garten des Wohnheimes zum kreativen Gestalten und Zeichnen nutzten. Aus dem Sommer-Projekt hat sich mittlerweile eine feste Künstlergruppe gebildet – bestehend aus Doris Schwager, Heike Simon, Beate Anaskewitz, Andrea Martin, Gerd Grünhagen, Ravi Arora und Rolf Trappen -, die nicht mehr nur den Garten, sondern auch die Räumlichkeiten des Wohnheimes für ihre künstlerische Arbeit nutzen und einmal im Jahr zusammen auf einen Bauernhof in den Westerwald fahren. So wundert es nicht, dass die Kunstwerke, entstanden in der Natur und inspiriert von deren eindrücklicher Schönheit, vor Farbenfroheit und Lebensfreude nur so strotzen. Das Besondere an den Werken ist zudem, dass sie allesamt frei von gesellschaftlichen Wertvorstellungen und allein aus den Vorlieben und dem fantasievollen Innenleben des jeweiligen Künstlers entstehen.

Anschließend an diese gelungene Vernissage zeigte das Eschborn K um 20.15 Uhr zunächst den Kurzfilm „Oli dreht sein Ding“ – einen experimentellen Spielfilm des inklusiven Teams der Lebenshilfe Main-Taunus – sowie die französische Komödie „Mein ziemlich kleiner Freund“ mit Jean Dujardin und Virginie Efira.

Die Ausstellung „Der Künstler sucht die Welt, die nur in ihm wohnt…“ kann noch bis zum 17. September 2018 im Foyer des Eschborn K besucht werden.