KinoTalk im K: Das siebte Kreuz

Frankfurt liest ein Buch – Eschborn K zeigt den Film! Unter diesem Motto fand am 20. April 2018 der KinoTalk im K als Veranstaltung im Rahmen der preisgekrönten Reihe statt. Das Buch, um das es sich in der diesjährigen zum neunten Mal stattfindenden Reihe dreht, ist der Roman “Das siebte Kreuz” von Anna Seghers (1900-1983), das die gebürtige Mainzerin 1938/39 im Exil in Südfrankreich schrieb. Der Roman beschreibt die Flucht von sieben KZ-Insassen aus dem Konzentrationslager Westhofen sowie deren Fahndung durch den KZ-Kommandanten Fahrenberg.

Im Laufe des Geschehens wird einer nach dem anderen der Entflohenen gefasst und an einem Kreuz aufgehängt, das extra hierfür aus einem gekappten Baum mit einem auf Schulterhöhe montierten Querbalken hergerichtet wurde.

Nur einer der Sieben schafft es, sich mithilfe der unerschütterlichen Treue und dem unsagbaren Mut von Männern und Frauen, die ihm auf seinem Weg begegnen, in die Niederlande zu retten: Georg Heisler.

Der Film “Das siebte Kreuz” (im Original: The Seventh Cross), der den Roman als Drehbuchvorlage nutzte, erschien 1944 in den USA unter der Regie von Fred Zinnemann. Die deutsche Fassung dieses Films für den KinoTalk im K aufzuspüren, stellte sich zunächst als kleine Herausforderung dar, doch die Organisatoren der Veranstaltung haben es letztlich geschafft und dem interessierten Publikum so einen außergewöhnlichen Abend beschert!

Volles Haus im Eschborn K!

Mehr als 60 Interessierte fanden sich am Abend im Eschborn K ein, um den einführenden Worten durch den bekannten Frankfurter Historiker und Architekten Björn Wissenbach zu lauschen, der nicht nur wichtige Hintergrund-Informationen zum Film lieferte, sondern auch einen Bezug zu Frankfurt am Main herstellte und verschiedenste Schauplätze vorstellte. Als Grundlage hierfür nutzte er einerseits Originalaufnahmen aus der Zeit vor und nach der Bombardierung Frankfurts sowie andererseits die Originalillustrationen von William Sharp aus dem Jahr 1942.

Im Anschluss an diese Einführung, die in typischer Wissenbach-Manier kurzweilig und informativ gehalten war und auch die eine oder andere Überraschung bereithielt (“Supermans erste Feinde waren u.a. Hitler und der japanische Kaiser”), kam das Publikum in den Genuss, den Film in seiner seltenen deutschen Fassung in gemütlicher Atmosphäre anzuschauen.

Wir finden: der KinoTalk war ein voller Erfolg und freuen uns schon auf das nächste Mal, wenn es wieder heißt “Frankfurt liest ein Buch”!