Poetry Slam am 18.3.2018 wieder ein voller Erfolg

Es sei wie ‚nach Hause kommen‘, eröffnete Lars Ruppel den Wettstreit der Poeten am letzten Sonntagabend im ausverkauften Eschborn K. Er komme immer gerne hierher und sei mittlerweile mit dem Eschborner Publikum bestens vertraut. Klar, denn auf der Bühne begrüßte ihn ja auch gleich Jonas Elpelt, ein ehemaliger Schüler seines Workshops! (Er studiert inzwischen Bioinformatik. In seiner Freizeit engagiert er sich fürs Junge K, sitzt dafür im Vorstand des Volksbildungswerks e. V. und betreut dort hauptsächlich die Sparte Slam und neue Medien.) Jonas schreibt nach wie vor eigene Texte und eröffnete souverän den Abend mit dem neuesten, bevor er sich als Bühnentechniker betätigte. Danach erklärte Lars nochmal die Regeln: Alle Texte müssen selbstgeschrieben sein und in maximal 6 Minuten dem Publikum präsentiert werden. Dort sitzt die Jury des Abends und vergibt Punkte von 1-10. Nach der Pause tragen die Bestbewertetsten der ersten Halbzeit einen weiteren Text vor. An Technik gibt es nur Licht und Mikrofon – geradezu old school, aber mehr braucht es auch nicht! Die Texte sprechen für sich und die Bandbreite war wieder enorm. Es ging um Entscheidungen, die getroffen werden müssen, Unsicherheit einer ganzen Generation, Kindererziehung, Sex, Liebe und Abschied nehmen …. Cleo, eine Eschbornerin, die sich als Teilnehmerin der Schreibwerkstatt spontan zu einem Auftritt gemeldet hatte, erfand gar das neue Genre der ‚Ultrakurzgeschichte‘; gab erst einige witzige Beispiele hierfür und fasste danach gelungen den Roman In achtzig Tagen um die Welt zusammen – denn „Wer hat heute noch Zeit, ein ganzes Buch zu lesen?“ Am Ende gab’s wie immer nur Gewinner: Ein zufriedenes Publikum im Saal und glückliche Poeten auf der Bühne.

Ein gutes Beispiel für die Devise: Es lohnt sich, am Wochenende ins Eschborn K zu kommen!

Gitta und Kai Bode